Unterdeckung

Eine Unterdeckung besteht, wenn am Bilanzstichtag das nach anerkannten Grundsätzen durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnete versicherungstechnisch notwendige Vorsorgekapital nicht durch das dafür verfügbare Vorsorgevermögen gedeckt ist.  Vorsorgeeinrichtungen müssen die Aufsichtsbehörde, den Arbeitgeber, die Versicherten sowie die Rentnerinnen und Rentner angemessen informieren:

  1. über die Unterdeckung, insbesondere über deren Ausmass und die Ursachen. Die Meldung an die Aufsicht muss spätestens dann erfolgen, wenn die Unterdeckung im Anhang der Jahresrechnung ausgewiesen ist;
  2. über die zur Behebung der Unterdeckung ergriffenen Massnahmen und über den Zeitraum, in welchem die Unterdeckung voraussichtlich behoben werden kann;
  3. über die Umsetzung des Massnahmenkonzepts und über die Wirksamkeit der Massnahmen. Diese Information muss periodisch erfolgen.

Bitte beachten Sie dazu insbesondere die Weisung des Bundesrat vom 27. Oktober 2004. Gemäss § 1 Abs. 2 der Ausführungsbestimmungen zur BVG- und Stiftungsaufsicht Aargau müssen Vorsorgeeinrichtungen in Unterdeckung die jährliche Berichterstattung der BVSA spätestens vier Monate nach Abschluss des Geschäftsjahrs einreichen.

Im Falle einer Unterdeckung ist der BVSA folgendes Formular zusammen mit der Berichterstattung einzureichen:
Unterdeckungsformular (PDF, 1972 KB)

Handelt es sich um eine Sammeleinrichtung, so muss dieses Formular verwendet werden:
Unterdeckungsformular Sammeleinrichtungen (PDF, 2172 KB)

Liegt eine Unterdeckung vor, erstellt der zuständige Experte für berufliche Vorsorge jährlich einen versicherungstechnischen Be­richt. Der Experte äussert sich insbesondere darüber, ob die vom zuständigen Organ getroffe­nen Massnahmen zur Behebung einer Unterdeckung den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und orien­tiert über deren Wirksamkeit. Er erstattet der Aufsichtsbehörde Bericht, wenn eine Vorsorgeein­richtung keine oder ungenügende Massnahmen ergreift, um die Unterdeckung zu beheben. Die Vorsorgeeinrichtung hat Massnahmen zu ergreifen, um die Unterdeckung in einer angemes­senen Frist zu beheben. Dabei hat sie insbesondere den Schutz der wohler­worbenen Rechte, das Verbot der Rückwirkung, das Gebot der reglementarischen Grundlage und die Grundsätze der Ausgewogenheit und der Subsidiarität der Massnahmen zu beachten.

 

 

Adresse

BVG- und Stiftungsaufsicht Aargau (BVSA)

Schlossplatz 1 (Eingang Ochsengässli)

Postfach 2427

5001 Aarau

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  • © BVSA | 24.11.2017