Ausserobligatorische Vorsorgeeinrichtungen

Berufliche Vorsorgeeinrichtungen, die nicht im BVG-Register eingetragen sind

Diese Vorsorgeeinrichtungen führen keine obligatorische berufliche Vorsorge durch. Sie haben die Rechtsform einer Stiftung, womit die Bestimmungen gemäss Art. 80ff des Schweizerischen Ziviligesetzbuches (ZGB) gültig sind. Als berufliche Vorsorgestiftungen sind gemäss Art. 89a Absätze 6 bis 8 ZGB sind nur ausgewählte Artikel des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) anwendbar.

Vorobligatorische Vorsorge, Ausserobligatorische Vorsorge, Kader- und Bel-Etage-Einrichtungen, Gemeinschaftsstiftungen für freiwillige Vorsorge etc.

Führt eine nicht registrierte Vorsorgestiftung einen reglementierten Vorsorgeplan, der bei Erreichen einer Altersgrenze, bei Tod oder bei Invalidität einen Anspruch auf Leistungen vorsieht, so untersteht sie dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG). Sämtliche Vorsorgeeinrichtungen, für die das FZG anwendbar ist, schulden Beiträge an den Sicherheitsfonds (Art. 56 BVG). Die BVSA erhebt zudem für diese Vorsorgeeinrichtungen Gebühren (Art. 64c BVG) an die Oberaufsichtskommission.

Wohlfahrtsfonds, Fürsorgefonds, Härtefallfonds etc.

Auch bei diesen Stiftungen besteht der statuarische Zweck in der Vorsorge zugunsten der Arbeitnehmer der Firma sowie deren Hinterbliebenen gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod. Der Zweck kann insbesondere (nicht abschliessend) erfüllt werden durch

  • freiwillige Zusatzleistungen zu den reglementarischen Vorsorgeleistungen bei Alter, Invalidität und Tod.
  • freiwillige Einkaufsleistungen bei der reglementarischen Vorsorge der Arbeitnehmer.
  • Leistungen zur Finanzierung von Beiträgen und Versicherungsprämie an andere steuerbefreite Personalvorsorgeeinrichtungen, die zugunsten der Destinatäre bestehen.
  • Solvenzsicherung der obligatorischen berufliche Vorsorge

Häufig werden solche Stiftungen für Härtefallleistungen an Arbeitnehmer und deren Hinterbliebenen verwendet. Da solche Stiftungen keine Reglement führen, ist das Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG) nicht anwendbar. Diese Stiftungen entrichten daher auch keine Beiträge an den Sicherheitsfonds, noch werden für sie Gebühren an die Oberaufsichtskommission erhoben.

Freizügigkeitsstiftungen

Freizügigkeitstiftungen sind berufliche Vorsorgeeinrichtungen,  die Gelder von Freizügigkeitskonten in Form als Spareinlagen bei einer Bank anlegen, die der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) untersteht. Gelder, die eine Freizügigkeitsstiftung im eigenen Namen bei einer Bank anlegt, gelten als Spareinlagen der einzelnen Versicherten im Sinne des Bankengesetzes vom 8. November 1934.

Säule 3a-Stiftungen

Säule 3a-Stiftungen sind reine Bankenstiftungen, die individuelle gebundene Vorsorgevereinbarungen abgeschlossen haben und ausschliesslich und unwiderruflich der Vorsorge dienen. Gelder, welche die Bankstiftung im eigenen Namen bei einer Bank anlegt, gelten als Spareinlagen jedes einzelnen Vorsorgenehmers im Sinne des Bankengesetzes vom 8. November 1934.

Publikation des Registers gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. b BVV1

Liste der nicht registrierten Vorsorgeeinrichtungen ( Art. 3 Abs. 2 Bst. b BVV1)

Adresse

BVG- und Stiftungsaufsicht Aargau (BVSA)

Schlossplatz 1 (Eingang Ochsengässli)

Postfach 2427

5001 Aarau

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  • © BVSA | 26.09.2017